Funktionsstörungen & Erkrankungen behandeln

Mukoviszidose behandeln

Die Behandlung der Mukoviszidose richtet sich nach den vorherrschenden Symptomen. Sehr häufig müssen Bakterieninfektionen und Entzündungen der Atemwege mit Medikamenten bekämpft werden.
Eine große Bedeutung hat die Ernährungstherapie bei der Mukoviszidose. Eine richtige Ernährungsform fördert die Lebensqualität und erhöht die Lebenserwartung. Dabei ist es wichtig, dass schon Kinder das „gesunde Essen“ erlernen. Unterstützung gibt es durch Ernährungsfachkräfte, Selbsthilfegruppen sowie Broschüren, die Sie sich hier herunterladen können.
Mukoviszidose-Patienten sollen sich fett- und ballaststoffreich ernähren. Damit die Fette und weitere Nahrungsbestandteile gut verdaut werden können, verordnet der Arzt Enzyme als „Verdauungshelfer“. Ihre Menge muss auf den Fettgehalt der Nahrung abgestimmt werden.

Funktionsstörungen & Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse behandeln

Bei der Behandlung der EPI greifen mehrere Therapieansätze ineinander. Hat der Patient häufig starke Schmerzen, können Schmerzmittel hilfreich sein. Zudem ist eine ausgewogene Ernährung für EPI-Patienten besonders wichtig. Da mangels körpereigener Enzyme insbesondere die Fettverdauung gestört ist, werden bei einer EPI immer Bauchspeicheldrüsenenzyme in Form von Kapseln verabreicht. Diese werden täglich zu jeder Mahlzeit eingenommen. Außerdem kann es erforderlich sein, die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K zuzuführen, die bei mangelhafter Fettverdauung ebenfalls dem Körper entgehen. Je nach Krankheitsbild muss die Ernährung und die Enzymersatz-Behandlung individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Patienten, deren Magen operativ entfernt wurde, benötigen beispielsweise viele kleine Mahlzeiten mit hoher Energiedichte, d.h. mit hohem Fettgehalt. Patienten, die unter Mukoviszidose leiden, brauchen überdurchschnittlich viel Energie.

Verstopfung behandeln

Leidet man häufiger unter Darmträgheit, sind neue, veränderte Lebensgewohnheiten empfehlenswert. Dazu gehört viel trinken und ausreichend Bewegung. Zudem sollte auf die Ernährung geachtet werden. Es gilt, ballaststoffreiche Nahrung wie Vollkornbrot, Müsli mit Nüssen, Leinsamen oder Möhren häufiger zu verzehren. Stopfende Lebensmittel wie Schokolade, Weißbrot und Bananen sollten dagegen nur selten auf dem Speiseplan stehen. Im akuten Fall einer Verstopfung ist der Einsatz eines Abführmittels ratsam. Rezeptfreie Abführmittel aus der Apotheke helfen rasch und gezielt die gewünschte Erleichterung zu bekommen und das Problem zu lösen. Bei der Auswahl des Mittels sollte darauf geachtet werden, dass es effektiv, aber nicht zu drastisch ist, nur im Dickdarm wirkt und gut verträglich ist.

Reizdarm behandeln

Befindet sich ein Patient mit Reizdarm-Syndrom in einer anstrengenden Lebenssituation, wird der Arzt zunächst zu einem Stressabbau-Programm raten. Hier können unter anderem Yoga, progressive Muskelentspannung, körperliche Bewegung an der frischen Luft sowie genügend Schlaf hilfreich sein. Bei psychischen Problemen empfiehlt sich eine Kurzzeit-Psychotherapie. Aber auch eine gesunde Ernährungsweise wirkt sich positiv auf das Reizdarm-Syndrom aus: Abwechslungs- sowie ballaststoffreiche Kost mit möglichst wenig Fett kann die Beschwerden lindern. Blähende Kost wie zum Beispiel Kohl und Hülsenfrüchte sollten RDS-Patienten meiden. Halten die Beschwerden trotz eines gesunden Lebensstils sowie vernünftiger Ernährungsweise an, können Medikamente helfen. Da die RDS-Symptome vielseitig sind, kommen krampflösende, schmerzlindernde, verstopfungs- oder auch durchfallmindernde Präparate zum Einsatz.

Komplikationen & Folgeschäden

  • Komplikationen & Folgeschäden bei Mukoviszidose

    Folgeschäden können an vielen Organen auftreten. Dazu zählen vor allem

    • die Lunge, wo sich Abszesse bilden und/oder das Gewebe zerstört werden kann
    • die Leber, wo Gallensteine und Leberzirrhose entstehen können
    • die Knochen, wo durch den Mangel an Vitamin D ein vorzeitiger Abbau stattfinden kann,
    • die Bauchspeicheldrüse, wo durch Gewebszerstörung neben der Enzymprodukion auch die Insulinbildung stagniert und ein Diabetes mellitus entstehen kann

     

    Dank verbesserter medizinischer Betreuung ist jedoch die durchschnittliche Lebenserwartung von Mukoviszidose-Patienten in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Heute liegt sie im Mittel bei etwa 40 Jahren. Ein heute geborenes Kind mit Mukoviszidose kann sogar das Rentenalter erreichen.

  • Komplikationen & Folgeschäden bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

    Bei unspezifischen und relativ selten auftretenden Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie beispielsweise Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen suchen Betroffene häufig nicht den Arzt auf. Stattdessen behandeln sie die Symptome mit Hausmitteln oder frei verkäuflichen Medikamenten.
     
    Liegt diesen Beschwerden aber eine Funktionsstörung oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zugrunde, kann dieses Abwarten unter Umständen zu Komplikationen und Folgeschäden führen. Bei akuten Erkrankungen kann es sogar zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Schock, inneren Blutungen oder Multiorganversagen kommen. Darüber hinaus können sich auch Pseudozysten oder Abszesse bilden.
     
    Pseudozysten entstehen, wenn Bauchspeicheldrüsengewebe geschädigt wurde und ein Einriss im Pankreasgangsystem entstanden ist. Das austretende Pankreassekret sammelt sich in oder um die Bauchspeicheldrüse langsam an. Diese Ansammlungen werden Pseudozysten genannt. Oft verschwinden sie ohne Therapie (Spontanheilung). Es gibt jedoch auch Pseudozysten, die immer größer werden und schließlich zu Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Gewichtsverlust führen können. Auch eine Passagebehinderung des Speisebreis im Magen, Dünn- oder Dickdarm oder eine Behinderung des Galleabflusses kann vorkommen. Schließlich besteht die Gefahr, dass sie zerplatzen und sich ihr Inhalt in den Bauchraum entleert. Bei Pseudozysten, die Beschwerden verursachen, ist meistens eine Operation nötig, bei der ihr Inhalt in den Dünndarm abgeleitet wird.
     
    Pankreasabszesse können nach Abklingen einer akuten Pankreatitis infolge einer Ansammlung von Eiter in der Umgebung der Bauchspeicheldrüse entstehen. Dieser kann zu wiederholten Fieberschüben führen. Meistens gelingt es dem Arzt, den Abszess unter Röntgenkontrolle und lokaler Betäubung zu punktieren und über einen kleinen Schlauch abfließen zu lassen. Gelingt dies nicht, ist eine Operation notwendig.
     
    Werden chronische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse nicht rechtzeitig erkannt und angemessen behandelt, kann es zum Nachlassen der Leistungsfähigkeit, erhöhter Infektanfälligkeit und Gewichtsabnahme kommen, denn der Körper wird durch die gestörte Bauchspeicheldrüsenfunktion nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Darüber hinaus können sich auch schwerwiegendere Erkrankungen wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder eine Krebserkrankung im Bereich der Bauchspeicheldrüse unerkannt entwickeln.

  • Komplikationen & Folgeschäden bei Verstopfung

    Eine nicht behandelte chronische Verstopfung kann verschiedene Komplikationen und Folgeschäden haben. Dazu zählen vor allem Hämorrhoiden, Schleimhautrisse oder ein Darmvorfall, verursacht durch den harten Kot und/oder starkes Pressen. Innerlich können Entzündugen entstehen

  • Komplikationen & Folgeschäden bei Reizdarm

    Auch wenn die Symptome eines Reizdarmsyndroms die täglichen Aktivitäten und die Lebensqualität der Betroffenen oft erheblich beeinträchtigen, ist die Erkrankung nicht gefährlich; auch Komplikationen sind unbekannt.