Alltag mit Funktionsstörungen & Erkrankungen

Alltag mit Mukoviszidose

Patienten mit Mukoviszidose wird eine fett- und ballaststoffreiche Ernährung empfohlen. Durch die Störung der Bauchspeicheldrüsenfunktion erfolgt ausgerechnet die Fettverdauung bei ihnen unzureichend. Pankreasenzyme (z. B. Kreon®) können diese Störung ausgleichen. Kreon® ist ein hochwirksames Enzympräparat mit speziellen „Mini-Mikro-Pellets“, das an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst ist.

Darin enthalten ist der Wirkstoff Pankreatin in Form vieler kleiner Kügelchen, die sich besonders gut mit dem Nahrungsbrei vermischen können. Dies ist entscheidend für eine gute Wirksamkeit. Die Pellets stehen abgefüllt in Kapseln bzw. für Babys lose in Gläschen zur Verfügung. Um eine individuelle Dosierung zu gewährleisten, ist das Präparat in verschiedenen Wirkstärken erhältlich. Patienten können die Wirkung unmittelbar spüren: Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Fettstühle oder Blähungen lassen nach oder verschwinden ganz. Für Babys und Kleinkinder mit Mukoviszidose ist ein spezielles Präparat erhältlich.

Alltag mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung

Die Bauchspeicheldrüse kann von akuten oder chronischen Funktionsstörungen und Erkrankungen betroffen sein. Akut bedeutet, dass die Störung oder Erkrankung plötzlich auftritt. Chronische Störungen und Krankheiten entwickeln sich über einen längeren Zeitraum und werden häufig erst spät bemerkt. Sie können aber in vielen Fällen gut behandelt werden.

Menschen mit einer Funktionsstörung oder Erkrankung der Bauchspeicheldrüse wünschen sich, trotz ihrer Krankheit ein weitgehend beschwerdefreies und zufriedenes Leben führen zu können. Dies ist in den meisten Fällen auch möglich, wenn einige Punkte beachtet werden.

  • Nehmen Sie Ihre Medikamente genau so ein, wie es der Arzt verordnet hat.
  • Passen Sie Ihre Ernährung und Ihren Lebensstil an die neue Situation mit Ihrer Krankheit an. Dazu möchten wir Ihnen einige Tipps geben.
  • Versuchen Sie außerdem bewusst auf Dinge zu verzichten, die Ihnen schaden. Auch dazu erhalten Sie im Folgenden einige Hinweise.

Darüber hinaus haben wir auf unserer Website hilfreiche Broschüren zum Download zusammengestellt. Unser digitales Service-Angebot ist für Sie kostenlos.
 
Bei allen Bauchspeicheldrüsenerkrankungen ist es grundsätzlich wichtig, dass Betroffene über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, denn Ihrem Körper müssen ausreichend Kalorien zur Verfügung gestellt werden. Die häufig beobachtete Gewichtsabnahme ist nicht selten durch den Mangel an aufgenommener Nahrung zu erklären. Die Hauptlieferanten von Kalorien sind Fett. Doch ausgerechnet die Fettverdauung erfolgt bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen unzureichend. Pankreasenzyme (z. B. Kreon®) können diese Störung der Fettverdauung ausgleichen.
Nach einer akuten Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) oder nach einem akuten Schub bei chronischer Pankreatitis wird die Nahrungsaufnahme zunächst auf ein Minimum reduziert und dann stufenweise aufgebaut.
 
Stufe 1: (bei akuter Pankreatitis)
Nach der nüchternen Phase (Nahrungskarenz) beginnt man mit gesüßtem Tee, Zwieback, mit Wasser gekochte Nährmittel-Schleimsuppen. Kein Streichfett. In dieser Phase werden fast nur Kohlenhydrate zugeführt und die Nahrung auf 6–8 kleine Mahlzeiten verteilt.

Stufe 2: (bei akuter Pankreatitis)
Einbau eiweißhaltiger Lebensmittel mit minimalem Fettgehalt: Magermilch, Magerquark, Eischnee. Ferner extrem fettarmes, bindegewebsarmes Fleisch (Filet) und mageres Fischfilet, beides gekocht zubereitet. Auch Toast- und Weißbrot sind erlaubt. Empfohlene Gartechniken sind Kochen, Dünsten, Dämpfen und Garen in der Alufolie.

Stufe 3: (bei akuter Pankreatitis)
Einbau etwas ballaststoffreicherer Lebensmittel wie Knäckebrot, Weißbrot, Kartoffeln, einige Gemüsesorten (Karotten, Spargelspitzen, Blumenkohlröschen, geschälte entkernte Tomaten, zarte Schwarzwurzeln) in kleinen Mengen. Ferner Apfelmus, Magerjoghurt. Größere Portionsmengen und Verteilung auf etwa 6 Mahlzeiten möglich.

Stufe 4: (bei akuter Pankreatitis)
Vorsichtiger Einbau von Fetten, Steigerung der Fettmenge in Stufen von je 10 g bis zu einer Gesamtmenge von etwa 50 g pro Tag. Butterfett wird am besten vertragen, aber auch gute Diätmargarinen sind geeignet. Die unsichtbaren Fette werden weiterhin minimal gehalten. Erlaubt sind milde, magere Käsesorten und fettarme Milchprodukte, ferner eventuell ein gekochtes Ei oder diätetisches (mit sehr wenig Fett zubereitetes) Rührei. Erlaubt sind alle mageren Fleisch- und Fischsorten.

Stufe 5: (Endstufe des Kostaufbaus nach akuter Pankreatitis bzw. Dauerkost bei chronischer Pankreatitis)
Erweiterung der Nahrungsmenge und der Lebensmittelauswahl allmählich und nach Verträglichkeit. Unter dem Motto „Erlaubt ist, was bekommt!“ sollte eine leichtverdauliche Kost eingehalten werden. Von den Gemüsen sollten die blähenden Sorten wie Pilze und Hülsenfrüchte einschließlich Soja vermieden werden. Es können jetzt auch einige Vollkornprodukte wie gut ausgebackenes Weizenvollkornbrot (z. B. Grahambrot) verwendet werden. Von Rohkost und Schrotbrot beziehungsweise Müsli wird jedoch abgeraten. Achten Sie auch auf die richtige Zubereitung und nehmen Sie nach Möglichkeit an einer Ernährungsschulung teil.
 
Nicht nur die Ernährung, sondern auch eine insgesamt gesunde Lebensweise kann Ihnen helfen, nach der Behandlung einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, insbesondere nach einer belastenden Operation, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Außerdem kann ein gesunder Lebensstil verhindern, dass eine Erkrankung erneut auftritt, wie dies beispielsweise bei der akuten Pankreatitis der Fall sein kann.
Als wichtigste Faktoren einer gesunden Lebensweise wird meistens ausreichend Bewegung, maßvoller Alkoholkonsum und der Verzicht auf das Rauchen genannt. Nehmen Sie außerdem, wann immer es möglich ist, Ihre Mahlzeiten in Gesellschaft ein. Denn auch gemeinsames Essen regt den Appetit an. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrer Familie und mit Freunden über Ihre Erkrankung zu sprechen und um Hilfe zu bitten.

Alltag ohne Bauchspeicheldrüse

Nach einer Pankreasoperation mit teilweiser oder kompletter Entfernung des Organs ist die richtige, bekömmliche und angepasste Ernährung ein sehr wichtiger Bestandteil der Therapie. Nachdem die akute Phase nach der Operation abgeklungen ist, sollte der Patient möglichst schnell auf vollwertige und ausgewogene Kost umsteigen können. Dabei müssen genug Kalorien zugeführt werden, um den oft reduzierten Ernährungszustand wieder zu verbessern. Eine gemischte Kost ist dabei die beste Voraussetzung für eine ausreichende Versorgung mit den wichtigsten Nährstoffen. Dagegen kann eine einseitige Ernährung zu Mangelerscheinungen führen.
 

Durch den Verlust der bauchspeichelproduzierenden Zellen (exokrines Pankreas) geht ein wichtiger Teil der enzymatischen Verdauungsleistung verloren. Die Nahrung kann unaufgespalten nicht aus dem Darm aufgenommen werden, sie verlässt den Körper ungenutzt bzw. wird von Bakterien zersetzt. Deshalb muss zu jeder Mahlzeit, sei sie auch noch so klein, ein Enzympräparat (z.B. Kreon®) eingenommen werden. Wichtig ist die Einnahme zum Essen, um eine optimale Durchmischung mit den Speisen zu sichern. Wenn Teile des insulinproduzierenden Gewebes der Bauchspeicheldrüse entfernt wurden, kann es sein, das sich der Patient Insulin spritzen muss. Dann sind auch spezielle Ernährungsempfehlungen für Diabetiker zu beachten.
 
Folgende wichtige Grundsätze sollten Sie beachten.

  • Die Speisen sollten leicht verdaulich und gut bekömmlich sein. Lebensmittel, die individuell Unverträglichkeiten hervorrufen sowie stark blähende Gemüse sind zu meiden. Stark fettige Lebensmittel sind ebenfalls nicht empfehlenswert.
  • Das Essen sollte reizarm sein, das heißt sehr saure und sehr süße Speisen sollten Sie meiden. Salzen Sie die Speisen mild und würzen Sie mäßig. Speisen und Getränke dürfen nicht zu heiß und nicht zu kalt gereicht werden. Kohlensäurehaltige Getränke und stark gerösteter Bohnenkaffee werden schlecht vertragen.
  • Die Kost soll in mehreren kleinen Mahlzeiten eingenommen werden. Die Speisen sollen vitamin- und mineralstoffreich sowie schmackhaft und appetitanregend sein. Die Menüzusammenstellung soll abwechslungsreich und dem Wohlbefinden des Patienten angepasst sein.

 
Nach einer Entfernung der Bauchspeicheldrüse kann leichte Bewegung die Genesung unterstützen. Versuchen Sie deshalb, regelmäßig kleine Spaziergänge zu unternehmen. Zudem macht Bewegung an der frischen Luft Appetit und steigert das Wohlbefinden.

Alltag ohne Magen

Bei der vollständigen Entfernung des Magens (totale Gastrektomie) kann es zu unterschiedlichen Ernährungsproblemen kommen - hoher Gewichtsverlust und Mangelernährung sind die häufigsten. Daher ist die Beobachtung des Patienten vonseiten des Arztes und die richtige Ernährung vor allem in den ersten Wochen und Monaten nach der Operation für den späteren Verlauf von besonderer Bedeutung. Nach einer Anpassungsphase stabilisiert sich bei den meisten Patienten das Gewicht. Die Mehrzahl der Patienten kann nach einem Jahr alle Speisen, die vor der Operation vertragen wurden, wieder essen.

Damit Sie nach der Operation nicht zu viel an Körpergewicht verlieren, ist eine bedarfsgerechte Ernährung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen notwendig. Es ist oft hilfreich, über einen längeren Zeitraum Ernährungssprechstunden aufzusuchen, denn geschulte Ernährungsfachkräfte können Ihren individuellen Bedarf errechnen und einen geeigneten Kostplan zusammenstellen. Hilfreich sind zusätzlich Listen mit energiereichen Speisen und Getränken und Listen von Lebensmitteln, die Beschwerden hervorrufen können. Es empfiehlt sich, nach der Operation für einige Zeit ein Ernährungstagebuch zu führen. Darin können Sie nicht nur auflisten, was Sie gegessen und getrunken haben, sondern auch, welche Probleme beim bzw. nach dem Essen ggf. aufgetreten sind.
Nach dieser großen Operation muss einem Gewichtsverlust und einer Mangelernährung entgegengewirkt werden. Hierbei ist die Aufnahme von Fett, einem starken Energielieferanten, besonders wichtig. Zudem werden Fette für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine benötigt. Eine fettarme Ernährung ist also bei gleichzeitiger Einnahme von Enzymen nicht nötig und auch nicht sinnvoll. Pankreas-Enzympräparate (z. B. Kreon®) helfen Ihrem Körper, die benötigten normalen bis erhöhten Fettmengen mit der Nahrung aufzunehmen.
 
Allgemeine Ernährungsempfehlungen für Patienten nach Gastrektomie:

  • Nehmen Sie 5 bis 8 sehr kleine Mahlzeiten pro Tag zu sich.
  • Essen Sie, was Ihnen schmeckt. Der Grundsatz bei der Ernährung sollte sein: „Erlaubt ist, was vertragen wird und was Ihre Lebensqualität verbessert.“
  • Meiden Sie Nahrungsmittel, die Abneigungen hervorrufen.
  • Bevorzugen Sie Speisen und Getränke mit einer hohen Energie- und Nährstoffdichte (z. B. Vollmilchprodukte, Sahnequark und -joghurt, Käse mit > 30 % F. i. Tr.).
  • Trinken Sie energiereiche Getränke (z. B. Shakes, Kakao, etc.).
  • Reichern Sie Speisen und Getränke mit Butter, Sahne, Creme fraîche oder Maltodextrin an.

 
Nehmen Sie zu jeder fetthaltigen Mahlzeit ausreichend Pankreas-Enzyme (z. B. Kreon®) entsprechend den Einnahme- und Dosierungsempfehlungen ein.
Alle Speisen und Getränke sollten appetitlich angerichtet werden. Nehmen Sie die Mahlzeiten möglichst gemeinsam mit Ihren Angehörigen bzw. Freunden ein. Starten Sie mit einer kleinen Mahlzeit in den Tag (z. B. einen Cracker mit etwas Butter bereits vor dem Aufstehen). Trinken Sie vor den Hauptmahlzeiten einen appetitanregenden Tee (z. B. aus Salbei, Schafgarbe oder Bitterklee).
 
Nach einer Entfernung des Magens kann leichte Bewegung die Genesung unterstützen. Versuchen Sie deshalb, regelmäßig kleine Spaziergänge zu unternehmen. Zudem macht Bewegung an der frischen Luft Appetit und steigert das Wohlbefinden.

Alltag mit Verstopfung

Verstopfung – sind Sie gefährdet?
 
In Kürze steht Ihnen hier ein Onlinetest zur Verfügung!
 
Falls Sie unter Darmträgheit leiden…
 
… und die allgemeinen Maßnahmen nicht ausreichend wirken, können Abführmittel helfen, die normale Darmfunktion wiederherzustellen. Dabei ist es wichtig solche Mittel auszuwählen, die effektiv und gleichzeitig gut verträglich sind wie zum Beispiel Bifiteral®, das als Sirup und in Pulverform rezeptfrei in Apotheken erhältlich ist.
 

Seine besondere Wirkweise hilft gezielt und unterstützt die Verdauung sich wieder schonend zu normalisieren. Denn das Präparat passiert unverdaut Magen und Dünndarm und wirkt direkt am Ort des Geschehens, also am Dickarm. Hier wird es von Darmbakterien aufgespalten. Die Bruchstücke binden Wasser, vergrößern dadurch die Verdauungsprodukte und machen sie weich sowie gängig. Doch nicht nur die Darmbewegung im Dickdarm wird angeregt und so die Darmträgheit und Verstopfung beseitigt. Gleichzeitig hilft Bifiteral® mit die gestörte Darmflora und das gesunde Gleichgewicht im Darm wieder herzustellen und die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Bifiteral® ist auch für Kinder, Schwangere, stillende Mütter und Diabetiker geeignet.

Alltag mit Reizdarm

Weil das Reizdarmsyndrom eine sehr komplexe Erkrankung ist, wird sie mit mehreren Strategien behandelt. Dazu zählen neben allgemeinen Maßnahmen zum Streßabbau und gegebenenfalls psychotherapeutschen Behandlungen auch Medikamente, um die Symptome zu lindern. Bei der Auswahl orientiert sich der Arzt daran, welche Symptome vorherrschend sind. Leiden die Patienten überwiegend unter Verstopfung, empfiehlt er ein Abführmittel. Dominieren Durchfälle, kommen Anti-Durchfallmittel in Betracht. Wenn Schmerzen und Krämpfe zu den vorherrschenden Beschwerden zählen, wird er ein Mittel verschreiben, das die Muskulatur des Magen-Darm-Traktes – besonders des Dickdarms – entspannt.