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Häufig gestellte Fragen

  • Häufige Fragen zur Grippe

    1. Was ist der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung?
    Obwohl man sich mit einer Erkältung ziemlich schlecht fühlen kann und viele ihrer Symptome denen der Grippe gleichen, bestehen wichtige Unterschiede zwischen den beiden Erkrankungen. Im Gegensatz zur Erkältung verursacht die Grippe oft schwere Erkrankungen und lebensbedrohliche Komplikationen. Typisch für eine Grippe ist, dass sie schnell zum Ausbruch kommt. Innerhalb weniger Stunden fühlt sich ein ansonsten vollkommen gesunder Mensch plötzlich schwer krank. Zusätzlich zu Husten und Schnupfen leiden Grippekranke oft unter hohem Fieber, Schüttelfrost und starken Gliederschmerzen.

    2. Was löst eine Grippe aus?
    Die Grippe wird von Influenzaviren ausgelöst. Zumeist verursacht eine Ansteckung mit Viren vom Typ A oder B die Erkrankung. Innerhalb eines Typs unterscheidet man unterschiedliche Stämme. Diese Stämme ändern sich von Jahr zu Jahr, sodass eine jährliche Anpassung der Impfstoffe nötig ist.

    3. Was geschieht bei einer Erkrankung?
    Wenn das Grippevirus die Schleimhäute der Atemwege angreift und in sie eindringt, schwillt das Gewebe an und entzündet sich. Das Virus vermehrt sich innerhalb der Zellen der Schleimhäute und tötet infizierte Zellen ab. So entstehen innerhalb kürzester Zeit Hunderte neue Viren. Diese lösen sich von den befallenen Zellen ab und attackieren weitere Zellen. Glücklicherweise ist der entstehende Schaden selten von Dauer. Das Gewebe heilt normalerweise innerhalb von einigen Wochen wieder aus. Obwohl die Grippe oft als Atemwegserkrankung bezeichnet wird, betrifft sie den gesamten Körper.

    4. Wie stecke ich mich mit der Grippe an?
    Influenzaviren werden von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen, die beim Niesen oder Husten, aber auch beim Atmen und Sprechen entstehen. Über die Luft können sie aus den Atemwegen einer infizierten Person auf Ihre Schleimhäute gelangen. Sie können sich aber auch über die sogenannte Schmierinfektion anstecken. Hier werden die Viren indirekt durch den Kontakt mit Oberflächen wie Türgriffen, Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Händeschütteln übertragen. Wenn Sie danach Mund, Nase oder Augen berühren, können die Viren über die Schleimhäute in den Körper gelangen.

    5. Wie lange dauert es von der Ansteckung bis zur Erkrankung?
    Die Inkubationszeit reicht von wenigen Stunden bis zu sieben Tagen. Normalerweise vergehen zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen zwei bis drei Tage.

    6. Was sind die Symptome einer Grippe?
    Typisch für die Grippe ist das plötzliche Auftreten der Symptome. Folgende Krankheitszeichen lassen eine Grippe vermuten:

    • Hohes Fieber und Schüttelfrost

    • Kopfschmerzen

    • Starke Müdigkeit

    • Halsschmerzen und Husten

    • Schnupfen

    • Muskel- und Gliederschmerzen

    • Appetitlosigkeit

    • Durchfall und Erbrechen können vor allem bei Kindern auftreten

    Das Fieber erreicht seinen Höhepunkt meist innerhalb von 24 Stunden nach dem Ausbruch der Erkrankung und dauert etwa einen bis fünf Tage. Andere körperliche Anzeichen sind akutes Krankheitsgefühl, heiße und feuchte Haut, ein gerötetes Gesicht, blutunterlaufene und brennende Augen sowie ein klares Sekret aus der Nase. Bei Kindern sind Fieberkrämpfe häufig ein erster Hinweis auf eine Grippeerkrankung.

    7. Ist eine Grippeerkrankung bedrohlich?
    Für ansonsten gesunde Kinder und Erwachsene stellt die Grippe normalerweise keine wirklich bedrohliche Krankheit dar. Die meisten Grippekranken sind nach einer Woche wieder auf den Beinen.
    Für ältere Menschen oder Personen, die an Grunderkrankungen leiden, kann eine Grippe sehr ernste oder sogar tödliche Folgen haben. Die Symptome sind bei ihnen oft wesentlich stärker. Außerdem können Komplikationen auftreten. Dabei handelt es sich meist um zusätzliche bakterielle Infektionen. Die bakterielle Lungenentzündung ist die verbreitetste Komplikation. Auch Nasennebenhöhlen und Innenohren können sich schmerzhaft entzünden.

    8. Wie lange dauert eine Grippe?
    Bei ansonsten gesunden Menschen mit komplikationsfreiem Verlauf klingt die Erkrankung meist nach einigen Tagen ab. Husten und Unwohlsein aber können länger als zwei Wochen andauern. Im Falle von Komplikationen wie der Lungenentzündung kann der Heilungsprozess bedeutend länger dauern.

    9. Kann ich mehrfach an Grippe erkranken?
    Man kann mehr als einmal an Grippe erkranken. Das ansteckende Virus gehört meist zwei unterschiedlichen Virustypen an, Typ A und Typ B. Darüber hinaus existieren innerhalb dieser Typen zahlreiche Virusstämme. Zudem verändern sich die im Umlauf befindlichen Viren ständig. Im Falle einer Erkrankung reagiert das Immunsystem auf einen bestimmten Virusstamm. Fremdartige Stämme werden allerdings nicht wieder erkannt. Wenn also im folgenden Jahr ein neues Virus des bereits bekannten Stamms oder ein Virus aus einem anderen Typ in Erscheinung tritt, können Sie erneut krank werden.

  • Häufige Fragen zur Grippeschutzimpfung

    1. Warum sollte ich mich impfen lassen?
    Die Grippeschutzimpfung macht für jeden Sinn, der sich vor einer Ansteckung schützen möchte. Wenn Sie einer der folgenden Risikogruppen angehören, sollten Sie sich auf jeden Fall impfen lassen:

    • Personen ab 60 Jahren

    • Schwangere, die während der Grippesaison (Dezember bis März/April) schwanger sind

    • Personen mit einer Grunderkrankung wie z.B.
      • chronischen Atemwegserkrankungen
      • chronischen Herz-Kreislauferkrankungen 
      • Leber- oder Nierenerkrankungen
      • Diabetes oder anderen Stoffwechselerkrankungen
      • chronisch neurologischen Grundkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose
      • angeborenen Immundefekten oder HIV

    • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen

    • Personen, die Kontakt mit Risikopersonen haben (z.B. pflegende Angehörige)

    • Personen, die aus beruflichen Gründen häufig Kontakt zu vielen Menschen haben
      • wie medizinisches Personal, Lehrer/in, Busfahrer/in etc.

    • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln

    Abgesehen von der eigenen Gesundheit kommt die Grippe der Gesellschaft teuer zu stehen. Die Behandlung der Grippe ist kostenintensiv und krankheitsbedingte Fehltage können zu wirtschaftlichen Einbußen für Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft führen.

    2. Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung?
    Die beste Zeit für die jährliche Grippeschutzimpfung ist vor der Grippesaison.
    Die Impfung sollte daher im Herbst in den Monaten September bis November durchgeführt werden. Denn der Impfschutz benötigt in der Regel 2 bis 3 Wochen zum Aufbau. Da die Grippewellen meistens in den Anfangsmonaten des Jahres liegen, sind Sie dann mit einer Impfung im Herbst bestens vorbereitet! 

    3. Was tun, wenn ich die rechtzeitige Impfung im Herbst verpasst habe?
    Auch eine spätere Impfung ist meist noch sinnvoll. Insbesondere, wenn die Grippewelle noch nicht eingesetzt oder gerade erst begonnen hat.

    4. Welche Nebenwirkungen treten bei einer Grippeschutzimpfung häufig auf?
    Die Grippeschutzimpfung ist im Allgemeinen gut verträglich. Sämtliche in Deutschland zugelassenen Injektionsimpfstoffe zum Grippeschutz enthalten keine ansteckenden Virenteile mehr, sondern lediglich abgetötete Virenbestandteile oder stark abgeschwächte Viren, die es unserem Körper ermöglichen sich auf eine tatsächliche Erkrankung vorzubereiten. Die Impfung kann daher keine Grippe auslösen.

    Bei den meisten Menschen treten nach der Impfung nur geringfügige oder gar keine Nebenwirkungen auf. In manchen Fällen kommt es zu einer Schwellung und Rötung an der Einstichstelle. Normalerweise sind diese lokalen Reaktionen schwach ausgeprägt und führen nur selten zu Beeinträchtigungen im Alltag. Fieber, Unwohlsein, Muskelschmerzen und andere Konstitutionssymptome, die eine Impfung begleiten können, sind noch seltener. Zumeist sind davon Menschen betroffen, die vorher noch keinen Kontakt mit dem Virus hatten (z.B. kleine Kinder). Diese Impfreaktionen beginnen etwa sechs bis zwölf Stunden nach der Impfung und können ein bis zwei Tage andauern. Kleinere Kinder leiden womöglich unter Schüttelfrost oder Kopfschmerzen oder fühlen sich allgemein etwas krank. Gewöhnlich hält keine der Impfreaktionen mehr als ein paar Tage an. In seltenen Fällen wurden darüber hinaus Nebenwirkungen beobachtet, die unter Umständen allergischer Natur sind. Sie können als Folge einer Hühnereiweiß-Allergie auftreten. Bei Patienten mit bekannter Hühnereiweiß-Allergie ist gegebenenfalls auf einen Hühnereiweiß-freien Impfstoff zurück zu greifen.

    5. Kann die Grippeschutzimpfung eine Grippe auslösen?
    Nein, das ist ein häufiges Missverständnis. Die für die Herstellung des Impfstoffes verwendeten Viren werden abgetötet oder so stark abgeschwächt, dass sie keine Erkrankung auslösen können. Darum ist es unmöglich, durch die Impfung mit Grippe infiziert zu werden. Zufällige Atemwegsinfektionen mit grippeähnlichen Symptomen, die mit der Influenza in keinem Zusammenhang stehen oder im Rahmen des Arztbesuchs für die Impfung im Wartezimmer erworben wurden, können nach der Impfung dennoch auftreten.

    6. Ab wann bin ich nach der Impfung vor der Grippe geschützt?
    Nicht der Impfstoff selbst ist gegen das Grippevirus wirksam, sondern geimpfte Person entwickelt einen körpereigenen Schutz in Form von Abwehrstoffen, so genannten Antikörpern. In der Regel sind etwa zwei Wochen nach der Impfung ausreichend Antikörper vorhanden, um vor einer Ansteckung zu schützen.

    7. Wie lange hält die Wirkung der Impfung an?
    Der Grippeimpfschutz hält durchschnittlich sechs bis zwölf Monate an, also für die Dauer einer gesamten Grippesaison. Die Menge der körpereigenen Abwehrstoffe, der Antikörper, ist ein bis zwei Monate nach der Impfung am größten und nimmt danach allmählich ab.

    8. Warum sollte ich mich jedes Jahr impfen lassen?
    Die Grippeviren verändern sich im Laufe der Zeit. Zudem können jedes Jahr unterschiedliche Virustypen bzw. -stämme im Umlauf sein. Die Zusammensetzung des Impfstoffs wird daher jährlich aufs Neue an die zirkulierenden Grippeviren angepasst.

    9. Sollten kleine Kinder geimpft werden?
    Eine Impfung ist ab einem Alter von sechs Monaten möglich. Kinder unter zwei Jahren sind gefährdet, bei einer Grippe ins Krankenhaus zu müssen. Eine Impfung von Babys und Kleinkindern ab sechs Monaten sowie für Haushaltsangehörige und Betreuer ist daher sinnvoll. Zudem spielen Kinder eine wichtige Rolle bei der Übertragung des Virus.

    10. Ich bin schwanger, sollte ich mich impfen lassen?
    In der Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko schwerer Krankheitsverläufe. Eine Impfung wird daher ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

    11. Können sich stillende Mütter gegen Grippe impfen lassen?
    Ja. Stillende Mütter können sich gegen Grippe impfen lassen. Durch die Impfung schützen sie sich selbst und damit auch indirekt den Säugling vor einer Ansteckung – der erst ab dem Alter von sechs Monaten gegen Grippe geimpft werden kann.

    12. Ich bin erkältet, darf ich mich impfen lassen?
    Fieberhafte Infekte können dazu führen, dass der Impfschutz beeinträchtigt wird, die Impfung sollte dann auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

    13. Ich habe eine Hühnereiweiß-Allergie, sollte ich mich impfen lassen?
    Personen mit Allergie gegen Hühnereiweiß oder andere Bestandteile des Grippeimpfstoffs sollten ihren Arzt darauf unbedingt vor der Impfung hinweisen. Er wird gegebenenfalls auf einen anderen Impfstoff zurückgreifen.

    14. Darf die Grippeschutzimpfung gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden?
    Die Grippeschutzimpfung beeinträchtigt die Wirkung anderer Impfstoffe nicht. Eine gleichzeitige Gabe ist daher möglich.

    15. Wann sollte auf eine Grippeschutzimpfung verzichtet werden?
    In folgenden Fällen sollte eine Impfung verschoben oder gegebenenfalls zu einem alternativen Impfstoff gegriffen werden:

    • Fieberhafte Infekte können dazu führen, dass der Impfschutz beeinträchtigt wird, die Impfung sollte dann auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

    • Personen mit einer Allergie auf Hühnereiweiß sollten ihren Arzt darauf hinweisen – er wird dann einen Impfstoff verwenden, der diesen Stoff nicht enthält.

    • Kinder und Jugendliche, die an einer klinischen Immunschwäche oder an schwerem Asthma leiden oder eine Salicylat-Therapie erhalten, dürfen nicht mit dem Influenza-Lebendimpfstoff geimpft werden. Für sie stehen Totimpfstoffe aus abgetöteten Virenbestandteilen zur Verfügung.

    16. Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für die Grippeimpfung?
    Bei allen Versicherten, die gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft werden, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Impfung. Für privat Krankenversicherte gelten ähnliche Regelungen. Diese erfragen Sie am besten direkt bei Ihrer Krankenversicherung.