Was Sie mit dem Arzt besprechen sollten

Wann zum Frauenarzt?

Für viele Frauen ist der Frauenarzt vor allem Ansprechpartner für die Pille und die Schwangerschaftsvorsorge. Schade, denn der Facharzt kann noch viel mehr.

Dazu gehören unter anderem die Behandlung von Infektionen und Erkrankungen des Unterleibes, die Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch und vor allem die Hilfe in den Wechseljahren.

Manche Probleme wie Blasenschwäche oder Scheidentrockenheit werden beim Frauenarzt zwar nur ungern angesprochen, doch zählen sie in der Frauenarztpraxis zur Routine und können heute sehr gut behandelt werden. Schlafstörungen oder häufige Stimmungsschwankungen werden oft gar nicht mit typisch weiblichen Problemen wie der Menopause in Verbindung gebracht, fallen aber auch in das Repertoire der Gynäkologie. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Frauenarzt auch auf sehr intime Dinge anzusprechen. In allen Angelegenheiten, die den Körper der Frau und ihre Sexualität betreffen, ist er der beste Berater.

Ein weiteres wichtiges Feld, das in der Frauenarztpraxis abgedeckt wird, ist die Vorsorge. Nur durch sie lassen sich Erkrankungen wie Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkennen und behandeln. Frauen sollten deshalb die jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung bis ins hohe Alter wahrnehmen und sich so früh wie möglich gegen Gebärmutterhalskrebs beziehungsweise die krebsauslösenden HPV-Viren impfen lassen.

Die wichtigsten Themen für den Frauenarzt:

  • Die am besten geeignete Verhütungsmethode
  • Alle Fragen rund um die Wechseljahre und die Hormontherapie
  • Hormonstörungen, Zyklusunregelmäßigkeiten
  • Menstruationsbeschwerden
  • Vaginalinfektionen
  • Kinderwunsch
  • Impfungen u.a. gegen HPV-Viren
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Blasenschwäche/Blaseninfektionen
  • Probleme beim Sex
  • Diagnostik und Therapie bei allen gynäkologischen Erkrankungen, zum Beispiel Zysten, aber auch bösartige Erkrankungen.

Auf das Arztgespräch vorbereiten

Der Besuch beim Frauenarzt ist zu Recht mit hohen Erwartungen verbunden. Ob sich diese erfüllen, hängt aber auch immer von der Vorbereitung ab.

Das Wichtigste ist, zunächst für sich selbst zu klären, welches Ziel der Frauenarztbesuch hat. Das gilt natürlich besonders, wenn Sie den Arzt wechseln oder ihn nach langer Pause wieder aufsuchen. Glauben Sie zum Beispiel unter Wechseljahrsbeschwerden zu leiden, ist es sinnvoll, wenn Sie sich im Vorfeld überlegen, worauf es Ihnen ankommt: Möchten Sie die Beschwerden nur abklären und sich beraten lassen oder wünschen Sie sich auch eine schnellstmöglich wirksame Behandlung?

Ähnlich verhält es sich, wenn es um Verhütung geht. Machen Sie sich

im Vorfeld Gedanken über Ihre Erwartung an den Arzttermin. Geht es Ihnen zum Beispiel bei der Verhütung um höchst mögliche Sicherheit oder reicht es Ihnen, das Schwangerschaftsrisiko zu minimieren? Auch wenn Sie einen Kinderwunsch haben, sollten Sie klar formulieren, wie Sie von Ihrem Frauenarzt dabei unterstützt werden möchten.

Natürlich wird der Arzt Sie zu Ihren Beschwerden oder Problemen befragen. Je konkreter Sie diese benennen können, desto besser kann er Ihnen helfen. Bei Wechseljahrsbeschwerden machen Sie am besten im Vorfeld einen Selbstcheck und – ganz wichtig – notieren Sie sich, wie stark die Beschwerden auftreten. Beim Arzttermin ist oft Aufregung im Spiel und leicht werden wichtige Details vergessen. Haben Sie deshalb keine Scheu, Ihre Notizen beim Arztgespräch aus der Tasche zu nehmen und zu nutzen. Denken Sie bei der Vorbereitung auch an mögliche Vorerkrankungen oder familiäre Risikofaktoren. Wenn Sie zum Beispiel Brustkrebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben oder hatten, muss der Frauenarzt dies wissen. Ebenso, wenn in der Familie zum Beispiel bei den Eltern oder Geschwistern bereits Herzinfarkte, Thrombosen, Schlaganfälle oder Krebserkrankungen aufgetreten sind. Wichtig ist für den Frauenarzt außerdem, welche Medikamente Sie regelmäßig nehmen. Hilfreich ist es, wenn Sie möglichst viele Werte und Unterlagen über bisherige Vorsorgeuntersuchungen zusammentragen, zum Beispiel von Mammographien oder Gesundheitschecks beim Hausarzt.

Bei Vaginalinfektionen kann es im Vorfeld hilfreich sein, mögliche Ursachen abzuchecken. Das gilt besonders, wenn die Infektionen häufig auftreten oder nicht abklingen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Informationen der Frauenarzt von Ihnen bekommt, desto besser und gezielter kann er Sie beraten und behandeln.

Checkliste: Vorbereitung auf den Arzttermin Um Sie bestmöglich behandeln zu können, stellt Ihnen der Frauenarzt viele Fragen. Diese Liste hilft Ihnen, sich vorzubereiten.

  • Waren Sie schon einmal schwanger?
    Ja/Nein
  • Hatten Sie schon einmal eine Frühgeburt oder einen
    Schwangerschaftsabbruch?
    Ja/Nein
  • Nehmen Sie die Pille?
    Ja/Nein
  • Haben Sie schon einmal Hormone gegen Wechseljahrsbeschwerden eingenommen?
    Ja/Nein
    • Wenn ja welche?
  • Wann hatten Sie zuletzt Ihre Periode?
  • Wann hatten Sie das erste Mal Ihre Periode?
  • Rauchen Sie?
    Ja/Nein
    • Wenn ja, wie viele Zigaretten täglich?
  • Trinken Sie ab und zu Alkohol?
    Ja / Nein
    • Wenn ja, wie viel?
  • Nehmen Sie Medikamente?
    Ja/Nein
    • Wenn ja, welche?
  • Leiden Sie unter Diabetes?
    Ja/Nein/Weiß nicht
  • Haben direkte Verwandte von Ihnen Diabetes?
    Ja/Nein/Weiß nicht
  • Leiden Sie unter Fettstoffwechselstörungen (z.B. erhöhtem „schlechten“ Cholesterin)?
    Ja/Nein/Weiß nicht
  • Haben Sie eine Herz-Kreislauf- bzw. eine Gefäßerkrankung (z.B. Bluthochdruck)?
    Ja/Nein/Weiß nicht
  • Hatten Sie bereits einen Herzinfarkt?
    Ja/Nein/Weiß nicht
  • Haben oder hatten Sie eine Krebserkrankung?
    Ja/Nein/Weiß nicht
    • Wenn ja, welche Krebserkrankung?
  • Gibt es in Ihrer Familie Krebserkrankungen?
    Ja/Nein/Weiß nicht
    • Wenn ja, welche Krebserkrankungen?
  • Hat es in Ihrer Verwandtschaft bereits Herzinfarkte gegeben?
    Ja/Nein/Weiß nicht
  • Leiden Sie unter Krampfadern oder haben Sie häufig schwere und geschwollene Beine?
    Ja/Nein/Weiß nicht

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Häufig gestellte Fragen

Allgemeines

  1. Woran merke ich, dass etwas nicht mit meiner Schilddrüse stimmt?
  2. Fehlfunktionen der Schilddrüse äußern sich oft durch Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, aber auch Nervosität, Unruhe und eine gesteigerte Herzfrequenz, Gewichtsabnahme, etc.. Da die Symptome aber immer auch andere Ursachen haben können, schafft nur die ärztliche Diagnose wirklich Gewissheit.

  3. Wann ist das Risiko für einen Mineralstoffmangel erhöht?
  4. Ein erhöhter Bedarf an Mineralstoffen, insbesondere an Eisen, Jod, Magnesium und Calcium besteht zum Beispiel in der Schwangerschaft. Unter hoher körperlicher Belastung und in Phasen von Dauerstress kommt es leicht zu Magnesiummangel.

  5. Wie kann ich einem solchen Mineralstoffmangel vorbeugen?
  6. Die beste Vorbeugung ist eine abwechslungsreiche Ernährung. Milch- und Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse sind wichtige Mineralstofflieferanten. Außerdem sollte man unbedingt jodhaltiges Speisesalz verwenden und regelmäßig Fisch auf den Speiseplan setzen. In der Schwangerschaft kann es sinnvoll sein, die Jodzufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel zu sichern.

Der weibliche Zyklus  

  1. Wie berechne ich den Beginn und das Ende des Zyklus?
  2. Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und endet am Tag, bevor die nächste Blutung beginnt. Der Zyklus kann also unterschiedlich lang sein, im Schnitt dauert er 28 Tage.

Wechseljahre

  1. Wann beginnen die Wechseljahre und wann enden sie?
  2. Für die Wechseljahre gibt es keinen festgesetzten Zeitpunkt. Sie beginnen, wenn sich der Eizellenvorrat in den Eierstöcken dem Ende neigt. Bei den meisten Frauen ist das mit Mitte 40 bis Anfang 50 der Fall. Der gesamte Prozess der Wechseljahre dauert etwa 10 bis 15 Jahre und endet mit der wirklich allerletzten Regelblutung. Folglich kann man das Ende erst im Nachhinein bestimmen, wenn die Menstruation über mindestens ein Jahr ausgeblieben ist.

  3. Was sind die ersten Anzeichen für die Wechseljahre?
  4. Frauen, die keine Pille einnehmen, bemerken meist als erstes Zyklusunregelmäßigkeiten. Schlafstörungen, Nachtschweiß, Gereiztheit, Auftreten von Kopfschmerzen bis hin zu Migräne und vor allem Hitzewallungen sind weitere typische Symptome, die Frauen auch feststellen, wenn sie die Pille einnehmen. Grundsätzlich hat aber nicht jede Frau in den Wechseljahren diese Beschwerden.

  5. Ab wann gelten die Wechseljahre als vorzeitig eintretend?
  6. Die Wechseljahre sind ein schleichender Prozess, dessen Beginn sich nicht genau festlegen lässt und oft unbemerkt bleibt. Treten Symptome deutlich vor dem 40. Lebensjahr auf, sprechen Frauenärzte von vorzeitigen Wechseljahren.

  7. Woran merke ich, dass ich in den Wechseljahren bin, wenn ich die Pille noch nehme?
  8. Frauen, die die Pille nehmen, bemerken das Einsetzen der Wechseljahre oft gar nicht, da sie weiterhin eine regelmäßige Blutung haben. Treten während der Pilleneinnahme Symptome wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, Nachtschweiß, etc. auf, sind das deutliche Zeichen. Sicherheit gibt die Untersuchung beim Frauenarzt.

  9. Ich bin in den Wechseljahren, habe aber meine Periode noch. Kann ich trotzdem schwanger werden?
  10. Anders als viele Frauen vermuten, schließen die Wechseljahre eine Schwangerschaft nicht aus. Manche Frauen werden deshalb spät noch einmal ungewollt schwanger. Auch wenn der Zyklus unregelmäßiger wird und die Periode öfter ausbleibt, solange ein Eisprung stattfindet, kann es immer auch zu einer Schwangerschaft kommen.

  11. Ich habe in den vergangenen Monaten ohne erkennbaren Grund abgenommen. Kann das an den Wechseljahren liegen?
  12. Östrogene beeinflussen sowohl den Zucker- als auch den Fettstoffwechsel positiv. Wenn die Östrogene in den Wechseljahren weniger werden, neigen Frauen deshalb eher dazu ein paar Pfund zuzulegen. Wahrscheinlich hat der Gewichtsverlust andere Gründe. Sicherheit gibt allerdings nur der Termin beim Frauenarzt.

  13. Was ist eine Hormonersatztherapie?
  14. Die Hormonersatztherapie ist die wirksamste Therapie bei Wechseljahrsbeschwerden. Der Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen wird dabei individuell wieder ausgeglichen, um die typischen Symptome, wie z.B. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Scheidentrockenheit zu behandeln. Zum Einsatz kommen dabei Östrogene und Gestagene, deren Wirkung durch gezielte Produktauswahl auf den individuellen Patiententyp und die jeweiligen Bedürfnisse der Patientin abgestimmt werden kann. Dabei ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung gemeinsam mit dem Frauenarzt eine wichtige Grundlage.

  15. Sollte man Wechseljahrsbeschwerden wie verkürzte Zyklen mit starker Blutung, Migräne, Regelschmerzen hormonell behandeln?
  16. Wenn die Beschwerden belasten und die Lebensqualität beeinflussen, sollte man darüber auf jeden Fall mit dem Frauenarzt bzw. mit der Frauenärztin reden. Eine adäquate Behandlung kann nur auf der Basis einer medizinischen Untersuchung und Beratung erfolgen.

  17. Was hilft gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren?
  18. Die wirksamste Behandlung gegen belastende Hitzewallungen ist die Hormonersatztherapie. In eher leichten Fällen können auch pflanzliche Präparate in Erwägung gezogen werden. Dies ist aber von Fall zu Fall verschieden und sollte gemeinsam mit dem behandelnden Frauenarzt besprochen werden.

  19. Können Nahrungsergänzungsmittel Wechseljahrsbeschwerden wirklich mildern?
  20. Pflanzliche Mittel sind kein Ersatz für die Hormontherapie. Bei leichten Beschwerden und längerfristiger Einnahme können bestimmte pflanzliche Produkte wie zum Beispiel die Traubensilberkerze oder Pollenextrakte immerhin Linderung verschaffen.

  21. Wie wirkt sich ein Östrogen-Mangel auf den Körper aus?
  22. Bei jeder zweiten Frau verursacht der Östrogenmangel überfallartige Hitzewallungen, die im Gesicht beginnen und sich über den Oberkörper ausbreiten. Viele Frauen schlafen in den Wechseljahren schlechter, fühlen sich oft müde und erschöpft, Stimmungstiefs kommen hinzu. Zudem werden die Schleimhäute der Vagina und der Harnröhre und Harnblase trockener. In Folge haben viele Frauen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und verspüren häufigen Harndrang. Es kommt häufiger zu Vaginal- und Blaseninfektionen. Neben den klassischen Symptomen können Östrogendefizite in den Wechseljahren eine ganze Reihe weiterer Veränderungen auslösen, die man selbst zunächst gar nicht bemerkt, die aber im Lebensverlauf durchaus einschneidende Folgen haben können. Zum Beispiel die nachlassende Knochendichte und das daraus resultierende Risiko für Knochenbrüche. Andere Veränderungen werden durchaus bemerkt, aber oft nicht mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht: Herzrasen, erhöhter Blutdruck und schlechtere Cholesterin- und Zuckerwerte können u.a. die Folge von Östrogenmangel sein. Ebenso die hartnäckigen Fettpölsterchen, die sich an den Hüften und am Bauch festsetzen, oder die dünner werdenden und ausfallenden Haare.

Scheidentrockenheit:

  1. Was kann ich gegen eine trockene Scheide tun?
  2. Scheidentrockenheit ist ein typisches Symptom der Wechseljahre. Durch die nachlassende Östrogenproduktion wird die Vaginalschleimhaut trockener und die zarte Haut noch dünner, das Sekret verändert sich. Alles zusammen kann bewirken, dass der Sex als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden wird. Infektionen werden häufiger, was zusätzliche Beschwerden verursacht und außerdem die Lust hemmt. Der Ersatz von Östrogen im Rahmen der Hormonersatztherapie kann das Problem an der Ursache beheben. In manchen Fällen kann eine lokal angewendete Östrogensalbe ausreichen.

  3. Gibt es ein natürliches Mittel gegen Hormonmangel-bedingte Scheidentrockenheit mit immer wiederkehrenden Infektionen?
  4. Produkte mit Milchsäurebakterien, zum Beispiel Lcr Regenerans® in Gynophilus® Scheidenkapseln können eine sinnvolle Ergänzung zu einer Hormonersatztherapie sein. Der darin enthaltene Milchsäurebakterienstamm Lcr Regenerans® baut die Vaginalflora wieder auf und kann so zur Regeneration der Schleimhäute beitragen. Gleichzeitig halten sie unerwünschte Bakterien in Schach und können somit Infektionen vorbeugen. Den Frauenarzt um Rat fragen kann auch hier nicht schaden.